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Jagdmesser kaufen – welches Messer nutzt der Jäger zur Jagd?

Jagdzeitschriften besprechen zwar regelmäßig die unterschiedlichen Messer. Aber weißt Du nach der Lektüre genau, welche Jagdklinge für Deine Ansprüche gut geeignet ist? Wir besprechen keine neuen Jagdmesser oder wägen verschiedene Messertypen gegeneinander ab, sondern erklären Dir in unserem umfassenden Ratgeber, welche Klinge Du beim Wild wofür benötigst und wo die Unterschiede liegen.

Welche Messerform ist das Richtige für Dich? Das Messer muss gut in der Hand liegen. Ein ergonomischer Griff, der rutschfest ist und über einen ausreichenden Handschutz verfügt, muss sein. Das Werkzeug darf nicht zu schwer sein, und die Klinge sollte immer scharf sein. Das sind die Grundvoraussetzungen, die alle Jagdklingen erfüllen sollten. Ob Du das Messer zum Abnicken oder Aufbrechen verwendest, zum Zerwirken oder für eine andere Arbeit, ist dabei erst einmal unerheblich. Aber wie genau die Klinge geformt ist, wie groß das Messer ausfällt und wie breit und spitz die Schneide ist, spielt dann doch eine wichtige Rolle für die verschiedenen Arbeiten.

Das Wichtigste in Kürze für Schnellleser:
- Bevor Du eine Jagdklinge kaufst, werd Dir darüber klar, wofür genau Du das Werkzeug benötigst.
- Achte auf den Stahl: Rostfrei ist gut, aber der Härtegrad ist ebenfalls ausschlaggebend.
- Griff und Schneide müssen gut ausbalanciert sein, damit Dein Gerät gut in der Hand liegt.
- Für längere Freude am Werkzeug: Immer gut reinigen und schärfen! Das erspart Dir auch der beste Stahl nicht.


Klappmesser oder feste Klinge – eine Frage der Prioritäten

Jede Art von Jagdmesser ist als feststehendes Messer und als Klappmesser erhältlich. Unabhängig davon, ob es sich um einen Jagdnicker oder ein Gekrösemesser handelt, solltest Du Dir also zuerst in dieser Frage Klarheit verschaffen. Ein feststehendes Messer ist stärker und verschmutzt nicht so leicht. Das Gelenk des Klappmessers ist die Schwachstelle. Allerdings ist ein Klappmesser im Rucksack einfacher zu transportieren.


Form der Klinge: Wofür benötigst Du Dein Werkzeug?

Eine Nagelschere sieht anders aus als eine Verbandsschere, und die Haarschneideschere ist noch einmal anders geformt. Warum? Weil jede Schere für ihren Zweck optimiert ist. Scheren sind es trotzdem allesamt. Warum sollte das bei den verschiedenen Jagdklingen anders sein? Das Werkzeug ist jeweils für den Zweck, dem es dient, optimal geformt.

Die Hauptaufgabe, die Deine Jagdklinge erfüllen muss, ist das Aufbrechen des Wildes. Die Schneiden, die Du dafür einsetzt, dürfen nicht zu lang oder breit sein. Und sie sollten nicht zu spitz sein. Denn mit der Spitze des Messers könntest Du die Innereien verletzten, was die Qualität des Fleisches negativ beeinflusst. Zum Aufbrechen von Wild ist deshalb ein kompaktes Messerchen mit einer nicht allzu ausgeprägten Spitze ideal.


Sägeklingen – brauchst Du das?

Früher waren Sägeklingen verbreitet, dann wurden sie selten. Heute verkauft sich diese Klingenform wieder häufiger. Das Argument für die Sägeklinge ist, dass Du diese Form zum Aufbrechen des Schlosses gut verwenden kannst. Allerdings kann man dem entgegensetzen, dass Du das Wild idealerweise überkopf versorgst – und dann benötigst Du keine Schlosssäge. Die Überkopf-Versorgung ist ratsam, weil Du so die besten hygienischen Bedingungen bei der Versorgung des Wildbrets sicherstellst.

Zur Hygiene trägt auch bei, wenn Du Deine Jagdklinge sauber und ordentlich führst. Deshalb geben die meisten Messerhersteller den Jagdmessern eine Parierstange oder einen Griffstop. Beides verhindert, dass Deine Hand auf die Schneide abrutscht. Dieser Handschutz ist wichtiger als eine Sägeklinge.


Welcher Stahl darf es sein?

Jagdklingen müssen stabil sein, denn sie sind teils sehr hohen Belastungen ausgesetzt. Um die Schneiden so widerstandsfähig wie möglich zu gestalten, stehen verschiedene Stahllegierungen zur Verfügung. Der Trick ist, dass der Stahl nicht zu weich wird, sondern stabil bleibt, aber gleichzeitig flexibel und nicht hart. Denn sehr harte Schneien brechen bei Beanspruchung oder verformen sich, und das darf nicht passieren. Gerade beim Aufbrechen von Wild ist das wichtig.

Wenn auf der Schneide „Edelstahl rostfrei“ steht, ist das ein guter Anfang. Rostfrei bedeutet aber nicht, dass der Stahl wirklich nicht rostet. Es bedeutet nur, dass die Messerklingen bei vorschriftsgemäßer Pflege und vor allem regelmäßiger Pflege nicht so schnell Rost ansetzen. Vernachlässigst Du die Pflege, rostet jeder Stahl. In der einfachen Produktbeschreibung erwähnen die Hersteller und Händler Eigenschaften wie Festigkeit und Flexibilität des Stahls sowie Korrosionsbeständigkeit zwar, aber Details wie die genaue Stahllegierung musst Du erfragen. Willst Du mehr über die Materialien wissen und irgendwann selbst entscheiden können, welches Material Dir am ehesten zusagt, solltest Du Dich nicht scheuen, die Hersteller zu kontaktieren!


Gut ausbalancierte Jagdklingen und ergonomische Griffe

Griff und Schneide müssen zusammenpassen, sonst wird es nichts. Jeder von uns hatte schon Schneidewerkzeuge in der Hand, deren Klingen zu schwer war, die im Griff zu wuchtig ausfielen oder aus einem anderen Grund nicht gut in der Hand lagen. Das ideale Jagdmesser ist ausgewogen, Griff und Schneide passen gut zusammen. Die Form des Griffs muss zur Hand passen. Das bedeutet konkret: Hast Du eher breite Hände mit kurzen Fingern, ist ein langer, aber nicht zu dicker Griff für Dich gut geeignet. Sind die Finger lang und die Handflächen breit, darf es ein wuchtiger, dicker Messergriff sein. Zierliche Hände verlangen dagegen nach einem zierlichen Griff, der komplett umschlossen werden kann.

Das Material und die Oberflächengestaltung des Messergriffs sorgen dafür, dass Du nicht abrutschst. Du hast bei der Arbeit öfters feuchte Hände, und auch die müssen am Messergriff festen Halt finden. Kunststoffgriffe, Hirschhorngriffe oder Holz als Griffmaterial sind möglich.

Achtung: Achte auf eine helle, leuchtende Farbe. Erfahrungsgemäß liegt die Jagdklinge auch mal im Gras. Du willst Dein Jagdmesser wiederfinden, auch bei Dämmerlicht und im Dunkeln. Orange ist perfekt!

Achte darauf, dass die Gewichtsverteilung zwischen Griff und Schneide gut ausbalanciert ist. So kannst Du Dein Werkzeug feinfühlig führen und exakt arbeiten.


Brauchst Du Zubehör?

Klappmesser brauchen kein Zubehör, ein feststehendes Messer dagegen gehört in eine Messerscheide. Das Material muss haltbar und fest sein, ein zierliches Etui aus dünnem Nylon reicht nicht aus. Wo bewahrst Du Dein Messer auf? Kommt das Werkzeug im Rucksack mit, kannst Du Dir die Gürtelschlaufe an der Messerscheide sparen. Trägst Du die Jagdklinge dagegen lieber direkt bei Dir, muss ei Gürtelschlaufe schon sein.

Auch hier ist der Blick auf den Hersteller wichtig. Die Messerscheide ist ein Verschleißteil, das meist nach einigen Jahren oder Jahrzehnten ersetzt werden muss. Markenhersteller behalten die verschiedenen Messermodelle samt passender Messerscheide sehr lange im Programm, sodass Du auch nach Jahren noch Ersatz bekommst.

Anderes sinnvolles Zubehör sind Feuerstarte und Signalpfeife sowie ein Schärfstein für die Jagdklinge.


Drei Anwendungsbereiche, drei Messertypen

Zahlreiche Messerformen sind speziell für die Jagd konzipiert, und trotzdem unterscheiden sich die Messerformen deutlich voneinander. Das liegt an den unterschiedlichen Arbeiten, die Du mit dem Schneidewerkzeug erledigst:
- Zum Abfangen nutzt Du das sogenannte Abfangmesser, auch als Saufänger oder Wildfänger bezeichnet. Du erlöst das Wild, das Du nur verletzt hast, mit dieser Waffe von seinem Leid. Anders als bei einem Schuss kann es nicht zu Querschlägern kommen. Das Abfangmesser braucht eine Klingenlänge von wenigstens 16 Zentimetern, die Schneide sollte gerade sein. Achte auf ein großes Parierelement.
- Genickfänger oder Jagdnicker meint man erstens den Körperbereich des Tiers, in den Du mit der Jagdklinge eindringst, um es zu töten. Die Jagdklinge, die Du dafür verwendest, wird ebenfalls als Jagdnicker bezeichnet.
- Nach dem Erlegen nimmst Du das Tier aus. Das passiert mit dem Aufbruchmesser, manchmal auch als Aufbrechmesser bezeichnet. Die Klingenlänge sollte bei diesem Werkzeug etwa 10 Zentimeter betragen, es darf aber auch weniger sein. Leicht abgerundet und mit einer nicht so scharfen Spitze dringt die Schneide nicht in die Organe ein, erlaubt aber das fachlich korrekte Öffnen der Bauchhöhle. Unter Jägern ist das Aufbruchmesser auch als Gekröseklinge bekannt.
- Damastmesser sind eine herrliche Sache: Diese Messerklingen sind aus weichem und hartem Stahl in Schichten gefaltet und zeigen wunderschöne Muster. Kompetent hergestellte Damastmesser sind extrem scharf, auch nach hoher Beanspruchung behalten sie ihre Schärfe. Allerdings wirst Du so ein für Rost eher anfälliges und zudem noch wertvolles Damastmesser eher nicht aktiv bei der Jagd mitführen und nutzen. Das ist eher ein Liebhaberstück.


Unterscheidung nach Klingenformen:
- die Drop Point ist eine Form, die im letzten Viertel nach außen gebogen ist. Der konvexe Rücken verleiht der Klingenform ihren Namen. Sie erlaubt eine besonders präzise Übertragung der Kraft und ist stabil, aber auch weniger scharf.
- Die Clip Point gibt es sowohl als vollständig gerade als auch als leicht konkave Rückenspitze. Etwas nach oben gebogen und sehr dünn, ist diese Klingenform ein Allrounder und lässt sich bei Stichen sehr gut kontrollieren.
- Skinner sind durchgehend konvexe Schneiden mit einer langen Schneidefläche. Zum Häuten des Wildes sind sie ideal, für Stiche nicht so gut geeignet.


Zusammengefasst: Perfekt ausgerüstet bist Du erst mit einem Messerset

Die eine Jagdklinge, die Du für alle Arbeiten optimal verwendest, gibt es nicht. Denn jede Messerform hat ihre eigenen Vorzüge und Nachteile. Willst Du für alle Eventualitäten gerüstet sein und keine Kompromisse eingehen, benötigst Du also ein Messerset.

Damit haben wir hoffentlich alle offenen Fragen beantwortet! Selbstverständlich musst Du Dein erstes Messerset nicht auf einmal kaufen, sondern kannst Dich nach und nach ausrüsten. Lust bekommen? Dann kauf noch heute Dein erstes feststehendes Messer für die Jagd!

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